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9. Jänner 1998 - Generalversammlung
Erster Treffpunkt des Jahres war die Generalversammlung in „Trucki’s“ Gasthaus. Die Statistikwerte des Jubiläumsjahres 1997 waren gegenüber 1996 erfreulicherweise gestiegen – ein Ansporn für Fritz Gangl, weiterhin Chorleiter zu bleiben. Hundertprozentige Anwesenheit erreichte als einziger Obmann Beham und wurde dafür mit einem Bierfässchen belohnt.
Bei der Neuwahl der Funktionäre gab es nur eine Änderung: Archivar-Stellvertreter wurde ab 1998 Franz Demmelbauer-Ebner junior. Wahlleiter Franz Bernauer gratulierte Franz Maierhofer jun. zur Wiederwahl als Archivar und ließ dabei eine boshafte Bemerkung fallen: „Du sollst den Fritz net so vü ärgern!“
Beschlossen wurde außerdem die neue Sängertracht. Und Leopold Lehner versprach vor vielen Zeugen und schriftlich, jedem Sänger ein Paar schwarze Socken zu spendieren – die Chronistin merkt dazu an: „Die Welt steht nimmer lang!“
9. Jänner 1998 - Zwei neue unterstützende Mitglieder
Josef Demmelbauer-Ebner jun. erntete bei der Generalversammlung Lob für die Werbung zweier neuer unterstützender Mitglieder und fand außerdem zwei Sponsoren für Ballplakate und Eintrittskarten. Den Titel „Vereinsorganisator“ verdiene er wirklich, hält die Chronistin fest.
Jänner 1998 - Gratiswein nach der Probe
Eine Woche nach der Generalversammlung gab es nach der Probe im Gasthaus Putzinger vier Liter Wein – und der Weißwein war so „muid“, dass man ihn direkt aus der Flasche trinken konnte.
Jänner 1998 - TSV-Ball
Am Tag darauf hieß es Tanzbeinschwingen beim TSV-Ball.
19. bis 22. Jänner 1998 - Schiausflug nach Söll
Die Schifahrer waren wie üblich in Söll – „diesmal teils mit und teils ohne Schi-Anzug“.
22. Jänner 1998 - Tod von Wolfgang Spießl
Eine Nachricht aus Stamsried schockierte den ganzen Verein: Bürgermeister Wolfgang Spießl, der im Vorjahr am Sängerfest teilgenommen hatte, war unerwartet im 60. Lebensjahr verstorben. Er hatte die Partnerschaft zwischen Stamsried, St. Marienkirchen und Suben dreißig Jahre lang begleitet.
26. Jänner 1998 - Trauerfeier in Stamsried
An der Trauerfeier nahm eine Abordnung der Sänger teil: Fritz Gangl, Franz Bernauer, Franz Emminger, Karl Demmelbauer-Ebner, Ernst Reinthaler und Josef Zarbl.
1. Februar 1998 - Vereinsinternes Eisstockschießen in Diersbach
Beim vereinsinternen Eisstockschießen in Diersbach siegten die Bässe. Gefeiert wurde im Gasthaus Hanslauer.
Februar 1998 - Örtliche Vereinsmeisterschaften im Eisstockschießen
Bei den örtlichen Vereinsmeisterschaften belegten die beiden Moarschaften der Sänger Rang 2 und Rang 4.
Februar 1998 - Feier im Goldhaubenstüberl
Vor dem Großereignis Sängerball noch eine kleine Feier nach der Probe: Fritz Gangl hatte von seiner Schiwoche in Bruneck guten Südtiroler Rotwein in der Plastiktüte mitgebracht, die Jause dazu spendete der Verein. „1998 scheint ein Jahr der Spender zu werden!“
20. Februar 1998 - Saal dekorieren
Am Vorabend des Balls wurde der Putzinger-Saal dekoriert – Luftballons aufblasen und Girlanden binden, „ein ideales Team“.
21. Februar 1998 - Sängermaskenball
Der Sänger-Masken-Ball im Putzinger-Saal, Musik: Original Inn-Donau-Spitzbuam. 121 Maskierte bevölkerten den Saal.
März 1998 - Johannes Zajonskowski tritt der Sängerrunde bei
Im März gab es – endlich einmal! – Sängernachwuchs in Gestalt von Johannes Zajonskowski, erster Bass.
Der Fahnenmutter wurde er brieflich als „neues Kind“ gemeldet.
März 1998 - Nachwuchs in zwei Sängerfamilien
Weiteren Nachwuchs lieferte der Storch: bei Haus Endmayer und bei Wimmeder jun. kam je eine Tochter zur Welt.
20. März 1998 - Chorverbandstag in Antiesenhofen
Den Chorverbandstag besuchten der Vizeobmann und die Schriftführerin. Präsident Bernegger lobte das 50-Jahr-Jubiläum des Vorjahres als Sängerfest nach „alter Tradition“.
20. März 1998 - Die Schriftführerin wird Delegierte
Der Schriftführerin wurde die Ehre zuteil, als Delegierte des Chorverbands 3 für den Bundessängertag gewählt zu werden.
März 1998 - Die Umtextung auf den EURO
Mit dieser neuen Würde kehrte sie aus Antiesenhofen zurück und fand in Trucki’s Gasthaus noch eine Handvoll Sänger, darunter die frischgebackenen Väter. „Auch eine Handvoll ist singfähig, wenn man nur will.“
Wimmeder jun. zahlte Wein für seinen Nachwuchs, der Wirt für den Gesang – und die Chronistin bekam den Auftrag, das Lied „Ohne Jammern“ auf den EURO umzutexten. „Auftrag am nächsten Tag erledigt!“
März bis Mai 1998 - Konzertbesuche
Besucht wurden die Konzerte der Vereine in Taufkirchen, Antiesenhofen, Rainbach und Vichtenstein sowie das Frühjahrskonzert der eigenen Musikkapelle.
Frühjahr 1998 - Renovierungsarbeiten
Im Frühjahr gab es die üblichen Arbeiten: ein neuer Schalter für das WC-Licht in der alten Volksschule, ein neues Pult für die Notenablage im Sängerstüberl – zur Arbeitserleichterung für den Archivar – und die Reparatur der Vereinsfahne.
3. April 1998 - Der Schneider bringt die Muster
Die bei der Generalversammlung beschlossene neue Sängertracht nahm im April „greif“bare Formen an: Schneidermeister Egon Stürmer aus Raab kam mit einigen Mustern in die alte Volksschule. „Die Qual der Wahl!“
25. April 1998 - Bundessängertag in Vorchdorf
Die Schriftführerin nahm als Delegierte des Chorverbands 3 am Bundessängertag in Vorchdorf teil.
30. April 1998 - Geburtstagsbrief an die Fahnenmutter
Zum Geburtstag sandten „Deine vielen Buben und die beiden Mädchen“ der Fahnenmutter die herzlichsten Glückwünsche – und luden sie zum Herbstkonzert am 24. Oktober ein: „Du wirst uns dann allerdings nicht erkennen, weil wir in eine neue Sängertracht gekleidet sind – einen schöner als den anderen!“
Außerdem sollte sie erfahren, dass sie im März ein neues Kind bekommen hatte.
19. Juni 1998 - Maßnehmen für die neue Tracht
Herr Stürmer kam wieder, diesmal bewaffnet mit dem Maßband.
26. Juni 1998 - Festzug bei der Sportplatz-Eröffnung
Teilnahme am Festzug zur Eröffnung des Sportplatzes.
3. Juli 1998 - Fünfziger-Doppelfeier in Dietrichshofen
Zwei Feuerwehrfunktionäre – Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber und Feuerwehrkommandant Johann Feköhrer – luden unter dem Motto „zusammen sind wir 100“ ins Festzelt nach Dietrichshofen. Die Sängerrunde sang und trug ein Gstanzl vor.
5. Juli 1998 - Pfarrfest
Beim Pfarrfest durfte die Sängerrunde nicht fehlen: gemeinsam mit dem Kirchenchor wurde die Schubert-Messe gesungen.
17. Juli 1998 - Vierziger-Doppelfeier von Obmann und Vizeobmann
Zwei Wochen nach der Fünfziger-Doppelfeier feierten Obmann und Vizeobmann gemeinsam ihren 40. Geburtstag – in einer Garage, mit Griller, gedeckten Tischen und viel Gesang.
Die Chronistin hatte dazu ein elfstrophiges Gedicht geschrieben: „Kaum nähert ein runder Geburtstag sich, sagt der Gangl: ‚Gel, machst eh a Gedicht!‘“ Und an diesem Abend entstand ein weiteres leichtsinniges Versprechen, handschriftlich und unterschrieben: „Bei meinem 40er gibt es Hendeln!“
19. August 1998 - Tod von Aloisia Kobler
Die Sängerrunde nahm Abschied von ihrem unterstützenden Mitglied Aloisia Kobler, gestorben im 83. Lebensjahr.
22. August 1998 - Begräbnis eines unterstützenden Mitglieds
Die Abfahrt zur Fahnenmutter verzögerte sich an diesem Tag durch das Begräbnis eines unterstützenden Mitglieds.
22. August 1998 - Einladung der Fahnenmutter nach Eggendorf
Die Fahnenmutter hatte Sängerrunde und Kirchenchor zu sich nach Eggendorf eingeladen. 26 Personen kamen – „so musste jeder für zwei essen und mindestens für drei trinken“.
13. September 1998 - Bezirkserntedankfest der Landjugend
Das Bezirkserntedankfest der Landjugend fand in St. Marienkirchen statt: ein großer Umzug alter landwirtschaftlicher Geräte, dazu ein eigener, mit Girlanden geschmückter Wagen der Sängerrunde. Traktorlenker war Sepp Daller. Das Wetter war sehr unfreundlich – gesungen wurde unter Regenschirmen.
Ende September 1998 - Der 80er von Alois Fraccaroli
In ganz kleinem Rahmen gratulierten Alois Bernauer, Sepp Daller, Franz Emminger und Chorleiter Gangl ihrem Sangesbruder Alois Fraccaroli zum 80. Geburtstag.
Herbst 1998 - Tag der Alten
Für die Senioren in St. Marienkirchen gestaltete die Sängerrunde den Gottesdienst und sang bei der anschließenden Feier im Gasthaus Truckenthanner.
9. Oktober 1998 - Die neue Sängertracht wird geliefert
Herr Stürmer lieferte die neue Tracht. Aber nicht nur die Sänger bekamen neue Bekleidung: für das Klavier nähte die Frau des Obmanns eine Schutzhülle, damit es den Transport ins Gasthaus Putzinger unbeschädigt übersteht.
Und Leopold Lehner lieferte wirklich die im Jänner versprochenen Socken – „allerdings fehlen noch 2 schwarze Strumpfhosen für die Vereinsdamen!“
20. Oktober 1998 - Dankesbrief an Fridolin Dallinger
Der Chorleiter dankte Professor Fridolin Dallinger schriftlich für die übersandten Noten und kündigte an, dass die Deutsche Messe am 8. Dezember zur Aufführung gelangen werde. Ein Gebot der Höflichkeit – und, wie sich zeigen sollte, bodenloser Leichtsinn.
24. Oktober 1998 - Herbstkonzert „Ein frohes Lied“
Das Herbstkonzert im Putzinger-Saal, 20 Uhr – 26 Programmnummern, und die Sängerrunde stand erstmals in der neuen Tracht auf der Bühne.
Josef Demmelbauer-Ebner jun. beruhigte sein schlechtes Gewissen wegen häufiger Abwesenheit bei den Proben mit vier Litern Wein für die Sänger – zum Ärger des Chorleiters ausgerechnet nach der Generalprobe. Geschadet hat es nicht.
November 1998 - Nachwuchs beim Kassier
Der Kassier bekam einen Sohn.
November 1998 - Gedenkgottesdienst für Bürgermeister Spießl
Für den im Jänner verstorbenen Stamsrieder Bürgermeister Wolfgang Spießl wurde ein Gedenkgottesdienst gehalten, den die Sängerrunde mitgestaltete.
8. November 1998 - Helden-Sonntag
Am Helden-Sonntag erklang wie in jedem Jahr die Haydn-Messe.
November 1998 - Konzert der Liedertafel St. Florian
Besuch des Konzertes der Liedertafel St. Florian.
November 1998 - Hasenessen im Gasthaus Froschauer
Zum Hasenessen im Gasthaus Froschauer waren auch die Helferinnen des Sängerfestes von 1997 eingeladen.
8. Dezember 1998 - Die Deutsche Messe von Fridolin Dallinger
Zum Gottesdienst an Maria Empfängnis sang die Sängerrunde die „Deutsche Messe für Männerchor“ von Fridolin Dallinger, die der Komponist dem Chorleiter im Juni unaufgefordert zugeschickt hatte.
Sie wurde „auch ohne Anwesenheit des Komponisten zur Zufriedenheit aufgeführt“ – was eine Vorgeschichte hat.
11. Dezember 1998 - Weihnachtsfeier
Die traditionelle Weihnachtsfeier im Gasthaus Putzinger, mit den Sängerfrauen und dem Kirchenchor.
13. Dezember 1998 - Der erste eigene Stand am Christkindlmarkt
Vom dienstjüngsten Sänger Johannes Zajonskowski stammte die Idee, sich mit einem Standl am 3. Christkindlmarkt am Kirchenplatz zu beteiligen. Er startete mit seiner Gattin eine Massenproduktion an Leberknödeln und besorgte auch die Zutaten für Fischsemmeln; Max Zauner steuerte Schaumrollen und Butterstangerl bei.
„Süß und sauer verkaufte sich gleich gut“, ein kleiner Rest Leberknödel wanderte in die Tiefkühltruhe. Es wurden auch Adventlieder gesungen – das Publikum war allerdings durch den Trubel am Kirchenplatz zu sehr abgelenkt. Aus dieser Idee wurde eine Tradition, die bis heute hält.
13. Dezember 1998 - Adventkonzert der Musikkapelle
Am Abend besuchten die Sänger das Adventkonzert der Musikkapelle in der Kirche – nach einer kleinen Einkehr in Trucki’s Gasthaus, die „nicht schaden konnte“.