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Chronik 1949 - Die Theatergruppe

Dass eine Sängerrunde Theater spielt, stand von Anfang an in ihren Statuten: § 2 zählt die Tätigkeit des Vereines auf, und der sechste und letzte Punkt heißt schlicht „Theateraufführungen“.

 

Die 513,50 Schilling

Die erste Verbindung war eine finanzielle. Am Gründungstag, dem 1. September 1948, übernahm der Vereinsobmann von der Theatergruppe St. Marienkirchen 513,50 Schilling und übergab sie dem Kassier zur Verwaltung. Es ist der einzige Geldbetrag, den das Gründungsprotokoll nennt.

2. Feber 1949 – der Zusammenschluss

Zur Generalversammlung waren die Mitglieder der Theatergruppe eingeladen und erschienen vollzählig. „Um den Kontakt zwischen der Sängerrunde und der Theatergruppe enger zu gestalten, wurde auf der Generalversammlung der Beschluss gefasst, sämtliche Mitglieder der Theatergruppe als Mitglieder in den Verein aufzunehmen.“

Zehn Jahre später hält die Chronik über die Silvesterfeiern fest: „Sänger, Instrumentalisten und Laienspieler zeigten hier gute Leistungen.“

20. März und 3. April 1949 – „Der Gewissenswurm“

Schon im Feber wurde „fleißig geprobt“: Ludwig Anzengrubers Bauernkomödie kam an zwei Terminen zur Aufführung. Der Bericht darüber ist der schonungsloseste Satz des ganzen Bandes:

„Durch unglückliche Besetzung der an und für sich schweren Rolle des Dusterers hat das Stück an Charakter verloren. Trotz ausgezeichneten Spiels aller übrigen Darsteller konnte die Situation nicht gerettet werden. Es wäre in Zukunft geraten, leichtere Stücke zu wählen.“

Der Name des Darstellers steht nicht dabei.