
Was im Vereinsjahr geschehen ist — Monat für Monat.
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27. Jänner 1949 - Die Generalversammlung wird verschoben
Für den 27. Jänner war die Generalversammlung anberaumt. Sie musste wegen einer Erkrankung des Obmannes auf den 2. Feber verlegt werden.
2. Feber 1949 - Generalversammlung
Der verlegten Versammlung wohnten alle Mitglieder bei; auch die eingeladenen Mitglieder der Theatergruppe erschienen vollzählig. Der Obmann gab einen umfangreichen Bericht über die Tätigkeit des Vereines ab.
Im Laufe des Jahres 1948 waren drei Mitglieder ausgeschieden und fünf neue Sänger aufgenommen worden. An Reingewinn blieben dem Verein rund 700 Schilling – „nachdem sich die Vereinskasse durch die stets gutbesuchten Veranstaltungen etwas erholt hat, sind wir nun in der Lage, uns etwas freier rühren zu können“.
2. Feber 1949 - Der Bericht über den Ankauf des Klaviers
Der Obmann berichtete auch, wie der Verein zu seinem ersten Klavier gekommen war. Die Sammlung in der Bevölkerung erbrachte 3124,70 Schilling – „das Sammelergebnis war über Erwarten gut“.
Nur war das Klavier schon vor der Sammlung gekauft worden, und der Verein stand mit einer leeren Kassa da. Sangeskamerad Johann Wallner sprang ein und streckte den Kaufpreis von 4300 Schilling „großzügig und uneigennützig“ vor.
2. Feber 1949 - Die Theatergruppe wird aufgenommen
Um den Kontakt zwischen der Sängerrunde und der Theatergruppe enger zu gestalten, fasste die Generalversammlung den Beschluss, sämtliche Mitglieder der Theatergruppe als Mitglieder in den Verein aufzunehmen.
2. Feber 1949 - Die ersten zwei Ehrenmitglieder
Auf Vorschlag des Obmannes wurden zwei Ehrenmitglieder ernannt: Jakob Bachmayer „in Anbetracht seiner langjährigen Tätigkeit als Sänger“ und Johann Huber „als Anerkennung für das dem Verein geschenkte Notenmaterial“.
Ausdrücklich festgehalten wurde daneben das Verdienst Johann Wallners: Als der Verein gegründet wurde, stand er ohne jegliches Notenmaterial da. Wallner stellte alles verfügbare aus seinem privaten Eigentum zur Verfügung – „welches auch derzeit noch im Gebrauch ist“.
2. Feber 1949 - Der alte Ausschuss bleibt
Der alte Ausschuss wurde für das Arbeitsjahr 1949 unverändert einstimmig wiedergewählt.
27. Feber 1949 - Der Dirndlball
Die Sängerrunde veranstaltete einen Dirndlball, bei dem der Verein materiell gut abschnitt. „Es hat sich aber nachträglich erwiesen, dass einige organisatorische Fehler begangen wurden, die uns aber nicht entmutigen, sondern eine Lehre für die Zukunft sein sollen.“
Für die schönsten Dirndl waren drei Preise ausgesetzt. Den ersten erhielt Hildegard Pernersdorfer, den zweiten Lina Ebner, den dritten Rosl Froschauer.
20. März und 3. April 1949 - „Der Gewissenswurm“
Das Theaterstück von Ludwig Anzengruber, an dem schon im Feber „fleißig geprobt“ wurde, kam zweimal zur Aufführung. Der Chronist ist unzufrieden: „Durch unglückliche Besetzung der an und für sich schweren Rolle des Dusterers hat das Stück an Charakter verloren. Trotz ausgezeichneten Spiels aller übrigen Darsteller konnte die Situation nicht gerettet werden.“
Und er zieht die Lehre: „Es wäre in Zukunft geraten, leichtere Stücke zu wählen.“
Erstes Halbjahr 1949 - Eine Zwischenbilanz
„Der Verein macht gesanglich gute Fortschritte; auch zahlenmäßig wächst er. Es ist nur bedauerlich, dass das Kameradschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl noch recht viel zu wünschen übrig lässt. Vielleicht sind das nur Nachkriegserscheinungen, die der allgemeinen Disziplinlosigkeit zuzuschreiben sind.“
26. Mai 1949 - Glockenweihe
Bei der Weihe zweier neuerstandener Glocken beteiligte sich der Verein mit dem „gut einstudierten“ Lied „Schäfers Sonntagslied“ von Conradin Kreutzer.
19. Juni 1949 - Spritzenweihe in Hackenbuch
Anlässlich der Spritzenweihe in Hackenbuch sang die Sängerrunde die „Deutsche Messe“ von Franz Schubert.
26. Juni 1949 - Ausflug auf den Schafberg
Bei herrlichem Wetter unternahm die Sängerrunde ihren ersten überlieferten Vereinsausflug. „Vielen wird dieser Tag in unvergesslicher Erinnerung bleiben“ – die Naturschönheiten und die Besichtigung der „Kunstwerke alter deutscher Meister in der Kirche in Mondsee“ seien ein einmaliges Erlebnis gewesen.
20. Juli 1949 - Die Gesangsübungen werden eingestellt
Weil die Ernte vor der Tür stand, stellte der Verein die Gesangsübungen ein, um im September wieder zu beginnen. Der Obmann verabschiedete sich von den Sängern und dankte ihnen für die treue Mitarbeit.
Insbesondere gedachte er „mit warmen und innigen Worten“ des Sangeskameraden Philipp Staufenberger, der wegen Übersiedlung aus dem Verein ausschied – der erste Schriftführer des Vereins.
September 1949 - Die Proben beginnen wieder
Nach Beginn des neuen Schuljahres begannen wieder die regelmäßigen Proben.
Silvester 1949 - Die gefährdete Silvesterfeier
Der Silvester 1949/50 war gefährdet: die beiden Feuerwehren von St. Marienkirchen und Hub hatten ihre Bälle auf den Stephanitag und den 6. Jänner gelegt, und die Bühne hätte jedes Mal abgerissen werden müssen.
„Nach langem Hin und Her“ kam es doch zu einer Silvesterfeier, „die heuer ganz gemütlich war, da die Silvesterfeier in Eggerding viele Neugierige dorthin lockte. Allerdings sind sie dort nicht auf ihre Rechnung gekommen.“
Das Programm wurde dreimal wiederholt – in Rainbach, Teufenbach und St. Marienkirchen. Vom Reingewinn kaufte die Sängerrunde einen Plattenspieler mit einigen Platten.
Nach Silvester 1949 - Die Hochzeit eines Sangeskameraden
Nach Silvester begann das Proben für die Hochzeit des Sangeskameraden Demmelbauer-Ebner. Bei einer Probe im Elternhaus des Sangeskameraden Alois Wimmeder – Berndlbauer in Buch – überreichte der Obmann dem Bräutigam ein Stammglas.
Am Hochzeitstag wirkte die Sängerrunde dreifach mit: in der Kirche mit der „Deutschen Messe“ von Schubert, mittags im Gasthaus Daller mit verschiedenen Chören und abends beim Brautstehlen.
Abschlussabend 1949 - Der landwirtschaftliche Fortbildungskurs
Anlässlich des Abschlussabends des landwirtschaftlichen Fortbildungskurses sang die Sängerrunde einige Chöre.
Ohne Datum - Die Wahl am Schluss des Bandes
Der Band schließt mit einer Wahl, deren Datum fehlt: „Bei der Generalversammlung am ____ wurde folgender Ausschuss gewählt“ – die Zeile ist im Original leer geblieben.
Gewählt wurden: Obmann Hans Unger, Obmann-Stellvertreter Jakob Bachmayer, Kassier Hans Wallner, Kassier-Stellvertreter Rudolf Schwarz, Chormeister Friedrich Gangl, Schriftführer Josef Kirschner und Archivar Josef Pichler.
Nach ihrer Stellung im Band gehört diese Versammlung an den Anfang des Jahres 1950 – es ist die letzte, bei der Hans Unger zum Obmann gewählt wurde.