Eine Wand mit den Jahreszahlen von 1947 bis 2026 und dem Schriftzug „Chronik“

Chronik 1960

Was im Vereinsjahr geschehen ist — Monat für Monat.

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Vereinsjahr 1960 - Das aktivste Jahr seit Bestehen

„Das heurige Vereinsjahr war das aktivste seit Bestehen der Sängerrunde. 64 Mal trafen sich die ausübenden Mitglieder, davon 11 Mal zu Konzerten und Feierstunden, 53 Mal zu Gesangsproben. Ohne Unterbrechung wurde von Generalversammlung zu Generalversammlung gearbeitet. Daher war der Probenbesuch mit 79 % der beste seit der Gründung des Vereines.“

„Bei jeder Probe wurde zuerst fleißig gesungen und einstudiert, und anschließend gab es fast jedes Mal ein gemütliches Beisammensein. Anlässe für fröhliche Feierstunden im Anschluss an die Probe gab es nicht selten. Geburtstage, Namenstage, Söhne und Töchter, Meisterprüfungen und Führerscheine wurden gefeiert.“

Der Band schließt mit dem Satz: „Möge diese stolze Leistung ein Ansporn für die Zukunft sein.“

15. Jänner 1960 - Ehrenbrief für Rudolf Schmidt

In einer schlichten Feierstunde überreichte Gauchormeister Josef Schönecker an Rudolf Schmidt den Ehrenbrief des Österreichischen Sängerbundes und die Goldene Sängernadel.

Die Fotos in der Chronik zeigen die Übergabe: Chorleiter Fritz Gangl steckt ihm in Vertretung des Obmannes Karl Mayr die goldene Nadel an, danach dankt Rudolf Schmidt für die Ehrung.

21. Februar 1960 - Der erste Sängermaskenball

In St. Marienkirchen gab es „den ersten ‚Sängermaskenball‘ mit Maskenzwang für Sänger. Der Ball war sehr gut besucht.“

Aus diesem Abend wurde die längste ununterbrochene Tradition des Vereins.

30. März 1960 - Abschied von Alois Lippl

Am offenen Grabe des unterstützenden Mitgliedes Alois Lippl sang die Sängerrunde den Trauerchor „Über den Sternen“.

9. April 1960 - Sängerkonzert in Sulzbach

Die Sängerrunde wirkte bei einem „gut gelungenen Sängerkonzert“ in Sulzbach in Niederbayern mit. „Der große Sanladersaal war voll mit begeisterten Zuhörern.“ Außer der Sängerrunde St. Marienkirchen wirkten die Liedertafel St. Florian und der Männergesangverein Sulzbach mit.

29. April 1960 - Außertourliche Probe beim Wirt in Hackenbuch

Eine der zwei Proben des Jahres, die eigens erwähnt werden.

26. Mai 1960 - Frühlingssingen im Dallersaal

Gemeinsam mit den Vereinen aus Suben, St. Florian und Sulzbach veranstaltete die Sängerrunde ein Frühlingssingen im Dallersaal in St. Marienkirchen, „das ein sehr abwechslungsreiches Programm bot“. Sprecher war Direktor Lehner aus Wernstein.

„Wir ernteten mit der Aufführung des ‚Gefangenenchor‘ von Verdi viel Applaus. Sehr gute Leistungen zeigte der gemischte Chor St. Florian.“

Frühjahr 1960 - Der Ankauf der Fahne wird beschlossen

„Schon im Frühjahr wurde in mitternächtlicher Stunde von den ausübenden Mitgliedern der Ankauf der Fahne beschlossen. Fast jeder Sänger zeichnete für einen namhaften Betrag.“

Viele Spender schlossen sich an – „und als der Festtag herannahte, waren die Finanzen so gesichert, dass es nicht mehr schiefgehen konnte“.

3. Juli 1960 - Sängerfest mit Fahnenweihe in Neuburg

Besuch beim Sängerfest mit Fahnenweihe des Sängerbundes „Alt-Neuburg“. „Wir sangen bei der Festmesse mit und ernteten beim Vereinssingen mit den Chören ‚Zieh mit!‘ und ‚Morgenrot‘ viel Applaus.“

Zweieinhalb Monate später war der Sängerbund „Alt-Neuburg“ mit seiner Musikkapelle Gast bei der eigenen Fahnenweihe.

17. Juli 1960 - Die Einweihung des neuen Gemeindehauses

Beim Festakt zur Einweihung des neuen Gemeindehauses von St. Marienkirchen sang die Sängerrunde „Schäfers Sonntagslied“ von Kreutzer. Bei der Festtafel folgten „hauptsächlich heitere Chöre“; viel Erfolg hatten Karl Ebner mit seinen Solovorträgen und Josef Radlwimmer mit „Der stille Zecher“.

Anwesend waren Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner, Landeshauptmannstellvertreter Bernaschek, Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Rauch, Architekt Steininger „und viele andere“. „Viele prominente Gäste schenkten uns nicht nur Gehör, sondern spendeten auch für die neue Vereinsfahne.“

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14. August 1960 - Familienabend des ÖAAB in Wernstein

Die Ortsgruppe Wernstein des ÖAAB veranstaltete im Egger-Saal einen Familienabend, bei dem die Musikkapelle St. Roman und die Sängerrunde St. Marienkirchen mitwirkten.

„Der Saal war übervoll, der Gesang besser als die Blasmusik, am wirkungsvollsten aber waren die Solovorträge des Sangesbruders Karl Ebner“ – „Kinder, wegen mir braucht’s koa Trauerg’wand“ und das „Wolgalied“.

18. September 1960 - Grenzland-Sängertreffen mit Fahnenweihe

„Der Sommer war heuer vollkommen verregnet, und es bestanden schlechte Aussichten auf schönes Wetter. Aber am 18. September 1960 konnten die St. Marienkirchner Sänger bei strahlender Sonne 10 bayerische und 13 auswärtige österreichische Gesangsvereine vor dem schmucken neuen Gemeindehaus in St. Marienkirchen mit ihrem Motto begrüßen.“

Am Festzug beteiligten sich „an die 700 Sänger und Sängerinnen“; der Verein hatte am Ende einen Reingewinn von 7.172 Schilling. „Dieses Sängerfest kann wohl als das gelungenste Vereinsfest von St. Marienkirchen bezeichnet werden.“

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8. Oktober 1960 - Festabend 40 Jahre Liedertafel St. Florian am Inn

„Ein Grund, sich auf die faule Haut zu legen und sich ‚auf den Lorbeeren auszuruhen‘, war das für uns Sänger aber nicht.“ Drei Wochen nach dem eigenen Fest sang die Sängerrunde beim Festabend zum 40-jährigen Bestand der Liedertafel St. Florian am Inn den „Chor der Gefangenen“ von Verdi und „Zieh mit“.

„Ein voller Erfolg. Sogar Hofrat Professor Dr. Daxperger lobte unsere Aufführung.“

9. Oktober 1960 - Festzug in St. Florian am Inn

Am darauffolgenden Sonntag nahm eine Fahnenabordnung beim Kirchenzug und Festgottesdienst teil; am Nachmittag marschierte der Verein geschlossen beim Festzug mit und sang beim anschließenden Freundschaftssingen den Chor „Morgenrot“.

20. November 1960 - Heldenehrung des Kameradschaftsbundes

Anlässlich der Heldenehrung des Kameradschaftsbundes sang die Sängerrunde in der Pfarrkirche die „Haydn-Messe“ und vor dem Kriegerdenkmal den Chor „Heldengrab“.

11. Dezember 1960 - Das erste Adventsingen

Als Dank an die Bevölkerung von St. Marienkirchen „für ihr Mittun beim Sängerfest“ veranstaltete der Verein ein Adventsingen, „das sehr viel Probenarbeit kostete“.

Außer dem Männerchor wirkten ein Schülerchor der 5. Klasse Volksschule und ein Bläserquartett der Ortsmusikkapelle mit; Direktor Hermann Edtbauer aus St. Georgen bei Obernberg sprach seine selbstverfassten Verse über das Adventbrauchtum. „Als gut gelungen kann der Versuch bezeichnet werden, Schüler- und Männerchor gemischt singen zu lassen. Der Besuch war sehr gut.“

Zum Programm des ersten Adventsingens >>

16. Dezember 1960 - Die Probe im Gasthaus Putzinger

Die zweite eigens erwähnte Probe des Jahres – sie „gestaltete sich zu einem gelungenen Sängerkommers“.