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Chronik 1960 - Die Einweihung des Gemeindehauses

Das neue Gemeindehaus von St. Marienkirchen wurde am 17. Juli 1960 eingeweiht. Zwei Monate später stand die Sängerrunde vor demselben Haus und begrüßte 23 Gastvereine zur eigenen Fahnenweihe – das Gebäude ist die Kulisse beider Feste.

 

Der Festakt

„Beim Festakt sangen wir ‚Schäfers Sonntagslied‘ von Kreutzer. Bei der Festtafel sangen wir aus unserem Repertoire hauptsächlich heitere Chöre. Viel Erfolg hatten Karl Ebner mit seinen Solovorträgen und Josef Radlwimmer mit ‚Der stille Zecher‘.“

Anwesend waren Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner, Landeshauptmannstellvertreter Bernaschek, Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Rauch, Architekt Steininger „und viele andere“.

Das Versprechen

Die Sängerrunde sammelte damals für ihre neue Fahne, und die Gäste spendeten. Nur einer nicht – und der Chronist hat es sich gemerkt:

„Herr Landeshauptmann Dr. Gleißner sprach ‚schön‘, lobte uns, schüttelte uns die Hand, probierte den Hut vom ‚Moa Karli‘ und versprach uns eine Spende für die neue Fahne, schickte aber auf die gewünschten ‚paar Zeilen‘, die Chorleiter Gangl an ihn persönlich richtete, nur eine Entschuldigung – kein Geld.“

Die Fahne kam trotzdem zustande. Sie wurde am 18. September 1960 geweiht.