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Chronik 1966 - Die Heimatabende „Auf, auf zum fröhlichen Jagen!“

„Nach langem Zögern veranstalten wir im Wösnersaal in Münzkirchen über Einladung des dortigen AAB einen Heimatabend unter dem Motto ‚Auf, auf zum fröhlichen Jagen!‘“ – mit diesem Satz beginnt der Bericht, und das Zögern hatte einen Grund: das Frühlingskonzert des Jahres zuvor war schlecht besucht gewesen, und der Chorleiter hatte in den Band geschrieben, es wäre zu überlegen, „wie man die einheimische Bevölkerung wieder für die Arbeit der Sängerrunde interessieren könnte“.

Der Abend wurde zweimal gegeben – und ging zweimal verschieden aus.

 

13. November – Münzkirchen, Wösnersaal

„Die Schott-Schrammeln aus Ried i. Innkr. und Herr Strauß als Ansager lockern das sehr gut zusammengestellte und bestens vorgetragene Chorprogramm auf.“

„Der Besuch war nicht zufriedenstellend.“

20. November – St. Marienkirchen, Gasthaus Daller

„Die Wiederholung des Heimatabends im Gasthaus Daller in St. Marienk. am 20. November 66 wurde im überfüllten Saal ein voller Erfolg. Das Programm wurde durch die Jagdhornbläsergruppe noch verschönt.“

Ein Zeitungsausschnitt vom 24. November 1966, den der Chronist im Band aufbewahrt hat, bestätigt das und nennt, wer gekommen war: unter den Zuhörern seien „Abordnungen der Gesangvereine Reichersberg (mit Chorleiter Pater Roman), St. Florian am Inn, Schärding und Suben“ gewesen. Und: „Die Jagdhornbläsergruppe unter Leitung von Amtsrat Asanger unterstrich die jagdliche Note dieses Abends. Herr Strauß aus Ried führte mit viel Humor durch das Programm.“

 

Die Mitwirkenden

So nennt sie das gedruckte Programmblatt:

 

Wer

Chor

Sängerrunde St. Marienkirchen bei Schärding

Solisten

Karl Demmelbauer-Ebner, Alois Brüwasser, Franz Maierhofer, Julius Hackl

Musik

Hans Schott-Schrammeln aus Ried im Innkreis

Verbindende Worte

Johann Strauß aus Ried im Innkreis

Von Hand ergänzt

Jagdhornbläsergruppe

 

Das Programm

Das maschingeschriebene Programmblatt liegt im Chronikband – allerdings nicht in dem von 1966, sondern am Ende des Bandes 1965. Der Chronist hat selbst darauf verwiesen: „(Programm siehe Beginn 1966)“.

Nr.

Was gesungen und gespielt wurde

I. Teil

„Auf, auf zum fröhlichen Jagen!“

1.

Chor und Musik: „Auf, auf zum fröhlichen Jagen!“ – Begrüßung

2.

Chor: „Am kühlenden Morgen“ (Morgenrot) von Robert Pracht; „Frühmorgens, wenn das Jagdhorn schallt“

 

H. Strauß-Schrammeln

3.

Chor: „Im Walde“ von Heinrich Schäffer; „Waldandacht“ von Franz Abt – Solisten: Franz Maierhofer, Julius Hackl

 

H. Strauß-Schrammeln

4.

Duett Karl Demmelbauer-Ebner und Hans Wieshammer: „Drunten im Unterland“; „Jägermarsch“

 

H. Strauß-Schrammeln

5.

Chor: „Was ist das für Flüstern im Wald?“ (Ständchen); „Jägerchor“ aus dem Freischütz von C. M. Weber

 

H. Strauß sagt die Pause an

II. Teil

„Lieder aus der Heimat und von der Heimat“

6.

Chor: „Nun liegt ein heller Sonnenschein“ (Zieh mit) – Solisten: Karl Demmelbauer-Ebner und Alois Brüwasser; „Heimat“ von Karl Ludwig Fischer

 

H. Strauß-Schrammeln

7.

Doppelquartett: „Gangsteigerle“; „Aber hin übern Kogl“ (zwei Volkslieder)

 

H. Strauß-Schrammeln

8.

Chor: „Siebn Berg und siebn Tal“; „Wann du durchgehst durchs Tal“ (zwei Volkslieder)

 

H. Strauß-Schrammeln

9.

Duett: „Sonntag ists!“; „Frisch außa, wias drinn ist!“

 

H. Strauß-Schrammeln

10.

Schlußchor: „Rauschen die Quellen“ (Heimat) von Ernst Hansen

 

Zwei Titel dieses Programms begegnen zwei Jahre später wieder: „Frisch außa, wias drinn ist!“ wird 1968 zum Motto des Heimatabends beim Verein der Oberösterreicher in Wien, und „Am kühlenden Morgen“ singt die Sängerrunde 1969 am Grab eines verstorbenen Sangesfreundes in Cham.