Eine Wand mit den Jahreszahlen von 1947 bis 2026 und dem Schriftzug „Chronik“

Chronik 1964

Was im Vereinsjahr geschehen ist — Monat für Monat.

Chronik Untermenü -->

5. Jänner 1964 - Weihnachtsliedersingen in der Frühmesse

„Das Jahr 1964 begann für unseren Verein mit dem Weihnachtsliedersingen in der Frühmesse des 5.1.1964 (Haydn-Messe, O du fröhliche und Stille Nacht), an dem sich nur 15 Sänger beteiligten.“

10. Jänner 1964 - Generalversammlung

„Die Generalversammlung am 10.1.64 war gut besucht und nahm einen sehr ruhigen Verlauf.“

Ein Jahr zuvor war sie im Schneesturm verunglückt.

9. Februar 1964 - Sängermaskenball

Der Ball war „wie bisher sehr gut besucht und für den Kassier einträglich“.

„Freilich bringen die Sänger selber bei diesem Ball stets die größten Opfer, da Maskenzwang für Sänger beschlossene Sache ist und dies ist mit Unkosten für jeden, der sich für die Sängerrunde verpflichtet fühlt, verbunden. Dieser Ball ist aber stets der beste des St. Marienkirchner Faschings.“

Im Band kleben zwei Fotos vom Ballabend. Die Bildunterschrift lautet: „Beste Stimmung herrschte beim Sängermaskenball 9.2.64“.

3. April 1964 - Ständchen für Ehrenobmann Jakob Bachmayer

„Am 3.4.64 brachten wir vor der Probe unserem erkrankten Ehrenobmann Jakob Bachmayer ein Ständchen zu seinem 82. Geburtstag. Wir bereiteten ihm damit sichtbar große Freude.“

Zwei Jahre zuvor hatte die Sängerrunde ihm zum 80. Geburtstag vor seiner Villa gesungen; im Band von 1964 wird er danach nicht mehr erwähnt.

26. April 1964 - Hochzeit von Karl Demmelbauer-Ebner in Münzkirchen

„Am 26. April 1964 fuhren wir vollzählig nach Münzkirchen zur Hochzeit unseres Sangesbruders Karl Demmelbauer-Ebner und seiner Braut Anni.“

„Wir beteiligten uns geschlossen am Hochzeitszug, sangen in der Kirche ein Brautlied und die Haydn-Messe und gratulierten im Wösnersaal mit kurzer Ansprache des Chorleiters und Festchören, welche bei den übrigen Hochzeitsgästen großen Anklang fanden.“

„Die Glanznummer war der Chor ‚Zieh mit‘, bei dem der Bräutigam das Tenor-Solo sang. Er sang es wirklich ‚hochzeitlich‘.“

15. Mai 1964 - Der Polterabend von Johann Straif

„Schon am 15. Mai folgte der Polterabend unseres Sangesbruders Herrn Lehrer Johann Straif, der sich mit Elfi Radlwimmer verheiratete. Ein fröhlicher Sängerabend auf Kosten Johann Radlwimmers, des Brautvaters.“

20. Mai 1964 - Brauereibesichtigung in Zipf

„Die Brauereibesichtigung in Zipf am 20. Mai über Einladung der Firma Ernst Schmierer war ein frohes Erlebnis für alle Beteiligten. Wir fuhren mit einem Bus der Fa. Wagnermaier.“

Dieselbe Firma Ernst Schmierer hatte 1963 die neuen Trachtenhüte nach Maß geliefert.

3. Juni 1964 - Abschied von Franz Laufenböck

„Am 3. Juni beteiligten wir uns am Begräbnis unseres unterstützenden Mitgliedes Franz Laufenböck, Wirt in Dietrichshofen und Versicherungsinspektor. Wir sangen einen Trauerchor.“

19. Juni 1964 - Die Probe bei Putzinger und das Eierspeisessen

„Die Probe bei Putzinger war heuer am 19. Juni. Anschließend folgte eine Probe im Gasthaus Leingartner, Bahnhofswirt in Suben. Es gab dort ein Eierspeisessen.“

Und dann der Satz, der den Band von 1964 zusammenfasst: „Die Eier wurden von zwei Sängern aus dem Kombi eines dritten Sängers konfisziert.“

11. bis 12. Juli 1964 - Die Sängerfahrt ins Wald- und Mühlviertel

„Der Höhepunkt des Vereinsjahres war die zweitägige Sängerfahrt am 11., 12.7. durch das untere Mühlviertel (Mauthausen, Kefermarkt, Freistadt), das Waldviertel (Zwettl – Stiftsbesichtigung – Kamptal – Keller in Zöbing) und durch die Wachau.“

Übernachtet wurde im Gasthaus Hagler in Furth bei Göttweig; am Sonntag folgten das Stift Göttweig, Dürnstein, Spitz und Ybbs-Persenbeug. Den Abschluss machte ein Besuch bei den Sierninghofner Sängern.

Zur Sängerfahrt ins Wald- und Mühlviertel >>

17. August 1964 - Ständchen zum 70. Geburtstag von Franz Daller

„Am 17.8. gratulierten wir mit einem kleinen Chorkonzert unserem Herbergsvater Franz Daller an seinem 70. Geburtstag. Alle seine ehem. Fleischerlehrlinge, die jetzt durchwegs gutsituierte Meister sind, waren anwesend.“

7. November 1964 - Heldenehrung

„Bei der Heldenehrung am 7. November sangen wir die Schubertmesse. Diesmal wieder recht gut.“

Zwei Jahre zuvor war die Sängerrunde zur Heldenehrung mit zwölf Sängern erschienen – „bedenkliche Anzeichen!“, hatte der Chronist dazu notiert.

22. November 1964 - Kathreinball

„Der wieder eingeführte Kathreinball am 22. November war schlecht besucht. Eine Veranstaltung ohne Gewinn.“

8. Dezember 1964 - Volkslieder- und Adventsingen

„Sehr eindrucksvoll war das Volkslieder- und Adventsingen am 8. Dezember mit der Familie Unfried. Eine wertvolle und gut besuchte Nachmittagsveranstaltung. Man konnte auch die innige Aufmerksamkeit des Publikums bestaunen.“

1964 - Der Jahresschluss mit dem Weihnachtsliedersingen

„Schluss des Vereinsjahres mit dem Weihnachtsliedersingen (O du fröhliche, Es ist ein Ros entsprungen und Stille Nacht sowie das Segenlied von Fr. X. Bubendorfer), das guten Eindruck machte und Harmonie und Wohlklang unseres Männerchores zeigte.“

Einen Tag nennt die Chronik nicht.

1964 - Die beiden letzten Proben und die Klavierbegleitung

„Einige Beachtung verdienen die beiden letzten Proben in diesem Vereinsjahr. Frau Hochreiter aus Suben begleitete am Pianino die bisher gelernten Chöre mit Klavierbegleitung. Es herrschte helle Begeisterung unter den Sängern, nur ist dies mit Vorsicht zu genießen, denn allzuleicht verstecken sich hinter der Wucht der Begleitung gesangliche Fehler. Daher zuerst die Gesangsstimmen gründlich einstudieren und dann erst die Begleitung dazu!“

„Bei der Weihnachtsprobe wurde dem Chorleiter von Obmann Mayr gedankt und ein Geschenkkorb überreicht.“

Und, als letzte Zeile des Vereinsjahres: „Die Pianistin zum Einstudieren der Chöre ist seit Jahren Josefine Schildhammer, die Organistin von St. Marienkirchen.“

Vereinsjahr 1964 - Die Bilanz

„Somit war auch dieses Vereinsjahr wieder ein recht fruchtbares, wenn auch der Probenbesuch zwischen 50 und 14 schwankte. Der Durchschnitt ist bei 26 aktiven Sängern trotz Einrückung zum Bundesheer und Abwesenheit durch Fachschulbesuch u. s. w. 67 %.“

„Er könnte bei mehr Idealismus von einzelnen wenigen sehr abfallenden Sängern wesentlich besser sein.“