Eine Wand mit den Jahreszahlen von 1947 bis 2026 und dem Schriftzug „Chronik“

Chronik 1968

Was im Vereinsjahr geschehen ist — Monat für Monat.

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12. Jänner 1968 - Generalversammlung im Schneesturm

„Trotz des Schneesturmes war die diesjährige Generalversammlung am 12. 1. 1968 sehr gut besucht und beschlußfähig.“

„Sie verlief harmonisch und endete wie gewöhnlich in fröhlicher Stimmung und mit den üblichen Versprechungen, die Proben fleißig zu besuchen und dem Verein die Treue zu halten.“

Fünf Jahre zuvor war eine Generalversammlung im Schneesturm dem Verein drei Sänger gekostet; diesmal blieb es beim Wetter.

26. Jänner 1968 - Ständchen zur Vermählung des Obmannes

„Der Veranstaltungsreigen begann am 26. Jänner mit einem Ständchen zur Vermählung unseres Obmannes Karl Mayr mit Frau Marianne Ebner.“

Der Archivar hat den Abend selbst aufgeschrieben, und der Chronist hat ihn wörtlich übernommen: „Im Anschluß an das Ständchen vor dem Haus (Es war amal am Abend spat…) gemütliches ‚Hofrechten‘ und ‚Brautstehlen‘ im Hause unseres Obmannes. Es dauerte etwas länger als sonst, war aber nicht die Schuld der Sänger, sondern der enormen Gastlichkeit unseres Obmannes und dessen Gattin.“

„Solche Feste tragen sehr zur Festigung der Vereinszusammengehörigkeit bei. Es offenbarte sich eine Verbundenheit wie selten zuvor. Zur Nachahmung empfohlen, aber nicht jeden Freitag!“

Die gedruckte Vermählungsanzeige liegt im Band: „Wir haben uns vermählt – Karl und Marianne Mayr, geb. Ebner – St. Marienkirchen, im Jänner 1968.“

25. Februar 1968 - Sängermaskenball

„Der Sängermaskenball am 25. Februar war sehr gut besucht und die ‚Carena‘ sorgte für beste Stimmung.“

„‚Sängermaskenzwang‘ beginnt lückenhaft zu werden. Sonst aber gab es viele sehr gute Masken.“

Der Maskenzwang für Sänger war 1960 mit dem Ball selbst beschlossen worden; 1964 hatte der Chronist ihn noch als „beschlossene Sache“ bezeichnet.

7. März 1968 - Am Grab von Friedrich Zarbl

„Am 7. März sangen wir am Grabe des tödlich verunglückten unterstützenden Mitgliedes Friedrich Zarbl aus Bach den Chor ‚Hymne an die Nacht‘.“

11. März 1968 - Abschied vom Subener Sänger Heinrich Pichler

„Am 11. März beteiligte sich eine Abordnung unserer Sängerrunde am Begräbnis des Subener Sängers Heinrich Pichler.“

3. Mai 1968 - Gemeinsame Probe mit Suben und die „Kitzlpartie“

„Gemeinsame Probe mit Männergesangsverein Suben. Anschließend ‚Kitzlpartie‘.“

8. Mai 1968 - Die zweite gemeinsame Probe mit Suben

„Gemeinsame Probe mit Suben im Gasthaus Weinhäupl.“

11. Mai 1968 - Das Maisingen beim Weinhäupl

„Maisingen beim Weinhäupl in Suben. Schlecht besucht wegen mangelnder Organisation. Männerchor fand guten Anklang.“

12. Mai 1968 - Die Ehrenbürgerfeier

„Mitwirkung bei der Ehrenbürgerfeier von Dechant Pfarrer Vösenhuber und Altbürgermeister Biereder.“

Derselbe Dechant hatte ein Jahr zuvor die Sängerrunde und alle Ortsvereine zum Festmahl der Primiz geladen.

16. Juli 1968 - Abschied vom Gemeindearzt

„Begräbnis des unterst. Mitgliedes Gemeindearzt Dr. Kesztele. (‚Stumm schläft der Sänger‘)“

Juli 1968 - Das Freundschaftsspiel gegen die Musikkapelle

Unter zwei Farbfotos zweier Mannschaften vor einem Fußballtor hat der Chronist geschrieben: „Freundschaftsspiel Sängerrunde – Musikkapelle im Juli d. J. 7 : 2 für Musik!!!! Laßt Bilder sprechen!“

Einen Tag nennt er nicht. Vier Rufzeichen genügen ihm.

19. Oktober 1968 - Der Heimatabend beim Verein der Oberösterreicher in Wien

„Gleich nach den Sommerferien wurde der Beschluß gefaßt, einen ‚Oberösterr. Heimatabend‘ beim Verein der Oberösterreicher in Wien zu gestalten. Gleich legte Chorleiter Gangl ein entsprechendes Programm vor und die Probenarbeit war sehr erfreulich und intensiv. Alle Chöre des Programmes wurden frei vorgetragen. Diese Mühe lohnte sich. Die Freundschaftsbande mit dem Verein der Oberösterreicher in Wien wurden begründet.“

„Beim Heimatabend am 19. Oktober 1968 vor 600 Besuchern im Festsaal ‚Grünes Tor‘ fand unsere Sängerrunde ein dankbares Publikum und erntete viel Beifall.“

Es ist der bestdokumentierte Abend der ganzen Chronik vor 1998: Einladung, Programm, vier Ankündigungen, vier Zeitungsberichte, vierzehn Fotos und ein Gruppenbild, unter dem alle sechsundzwanzig Sänger mit Namen stehen.

Zum Heimatabend in Wien >>

20. Oktober 1968 - Die Haydn-Messe in St. Anna

Am Sonntag nach dem Heimatabend sang die Sängerrunde in der Stadtpfarrkirche St. Anna in Wien-Baumgarten die Haydn-Messe, in der Acht-Uhr-Pfarrmesse; die Chamerauer Deandln sangen dazu Marienlieder.

Der Fließtext der Chronik erwähnt den Sonntag nicht – am Rand steht nur „19., 20. X. 68“. Belegt ist er durch zwei rückblickende Zeitungsberichte im Band.

Nach dem Gottesdienst waren alle Mitwirkenden Gäste im Schärdinger Milchhof in Wien; mittags wirkten sie in der Rundfunksendung „Autofahrer unterwegs“ mit, und die Heimfahrt führte durch die Wachau.

3. November 1968 - Heldenehrung

„Wie jedes Jahr sangen wir am 3. November d. J. bei der Heldenehrung die Haydnmesse.“

Zwei Farbfotos im Band zeigen den Tag: den Umzug auf der Ortsstraße und die Feier am Kriegerdenkmal vor der Kirche.

29. November 1968 - Die Sänger aus Unteriglbach zu Gast

„Am 29. November besuchte uns eine Abordnung von 8 Sängern aus Unteriglbach bei Ortenburg Ndb. Es wurde die im beiliegenden Programm angeführte Veranstaltung vom 14.12. d. J. besprochen.“

„Herr Bachmaier spendete unserer Sängerrunde ein 17 kg schweres Reh, das aus diesem Anlaß verspeist wurde. Unsere Herbergswirtschaft zeigte sich bei dieser Gelegenheit wieder einmal von der besten Seite, Rehbraten und Zutaten waren bestens zubereitet.“

„Die bayrischen Gäste verließen uns in sehr später Stunde und da noch ungern.“

14. Dezember 1968 - Der Altbayerische Abend in Unteriglbach

„Sie revangierten sich beim Liederabend am 14.12. mit Schnitzeln für alle Sänger unserer Sängerrunde. Der Abend war ein großer Erfolg für uns alle. Bier gab es in großen Mengen!“

Die Einladung des Männergesangvereins Unteriglbach liegt im Band. Sie nennt als Motto „Frisch außa wia’s drin is“ – dasselbe wie in Wien – und zählt neben der Sängerrunde die Gesangvereine St. Salvator und Unteriglbach, die Rieder Schrammeln, den Heimat- und Volkstrachtenverein „d’ Wolfachtaler“ und die Unteriglbacher Musikgruppe auf: rund sechzig Mitwirkende.

Die Rieder Volkszeitung berichtete am 19. Dezember von „etwa 300 Zuhörern“ im vollbesetzten Saal und „überwältigendem Applaus“; Beifall ernteten auch die Solisten Karl Demmelbauer-Ebner, Alois Brüwasser und Julius Hackl. Obmann Karl Mayr bekam einen kunstvoll gestickten Erinnerungswimpel überreicht.

20. Dezember 1968 - Die Weihnachtsfeier

„Am 20.12. veranstalteten wir eine diesem Jahr würdige Weihnachtsfeier mit Liedern und Waggerltexten, Bratwürsteln und Bockbier.“

24. Dezember 1968 - „Stille Nacht“ in der Originalfassung

„Auch bei der Mitternachtsmesse am Heiligen Abend sangen Herr Alois Moritz und Herr Lehrer Straif, auf der Gitarre begleitet von Chorleiter Gangl, ‚Stille Nacht‘ in Originalfassung zur Erinnerung an das 150-jährige Jubiläum des bekanntesten Weihnachtsliedes.“

„Auch bei der Vereinsfeier wurde dieses Jubiläums gedacht.“

„Das ‚Magnifikat‘ wurde ebenfalls bei der Mitternachtsmesse von Sängern unserer Runde gesungen.“

Vereinsjahr 1968 - Die Bilanz

„Der Mitgliederstand (aktiv) stieg im Verlaufe dieses Jahres auf 26 Sänger an und der Probenbesuch erreicht einen Schnitt von 76,2 %. Von den 55 Zusammenkünften der aktiven Sänger waren 38 Proben und 17 Veranstaltungen kleinerer u. größerer Art.“

„Nun können wir bei der Generalversammlung am 10.1.1969 mit Stolz auf das abgelaufene Vereinsjahr zurückblicken.“

Geschrieben hat der Chronist das am 6. Jänner 1969 – und er hat es unterschrieben. Es ist der einzige der sieben Bände von 1965 bis 1971, unter dem ein Namenszug steht.