Chronik Untermenü -->

Chronik 1988 - Abschied von Obmann Karl Mayr

Am Kirtagsonntag, dem 21. August 1988, starb Karl Mayr. Er war seit 1954 Obmann der Sängerrunde.

„Am Kirtagsonntag, den 21. August 1988 ereilte uns die traurige Nachricht, daß unser Obmann, Herr Karl Mayr im Krankenhaus Schärding nach einer Hüftgelenksoperation infolge eines Herzversagens verstorben ist.“

Er stand im einundsiebzigsten Lebensjahr.

 

Der Abschied

„Am Vorabend des Begräbnisses trafen wir aktiven Sänger uns zum abendlichen Gebet für den Toten und hielten vor einer Probe für die Begräbnisfeierlichkeiten ein Gedenken im Vereinsheim.“

„Beim Begräbnis sangen wir vor der Einsegnung vor der Leichenhalle bei Sturm und Regen den Chor ‚Hymne an die Nacht‘ und auf dem Friedhof nach der Ansprache von Gauobmann-Stellvertreter Alois Kinzl verstärkt mit Subener, Taufkirchner und St. Florianer-Sängern den Chor ‚Stumm schläft der Sänger‘.“

Und dann, ohne Absatz, der Satz, der alles zusammenfaßt:

„Karl Mayr war seit 1954 Obmann unserer Sängerrunde. Er hat sehr viel Mühe für die Organisation von Veranstaltungen und für den Zusammenhalt der Gemeinschaft aufgewendet. Er fehlt uns sehr.“

 

Was der Verein schrieb

Im Band liegt ein maschinengeschriebenes Blatt mit der Kopfzeile „Sängerrunde St. Marienkirchen bei Schärding“:

„Obmann Karl Mayr am 21. August 1988 unerwartet verstorben. Am 25. August 1988 begleiteten die Sänger von St. Marienkirchen ihren langjährigen Obmann (seit 1954) Karl MAYR zu Grabe. Er war ein äußerst rühriger Obmann, der zu vielen kulturellen Veranstaltungen Anstoß gab. Während seiner Obmannschaft wurde die Sängerrunde dreimal mit einer erneuerten oberösterreichischen Landestracht eingekleidet und eine würdige Vereinsfahne angekauft. Ganz besondere Verdienste erwarb er sich noch bei der vorjährigen Jubiläumsfeier der Sängerrunde.“

„Eine große Zahl von Trauergästen, Abordnungen der Nachbarvereine und der o.ö. Vieh- und Fleischverwertung nahmen am Begräbnis teil. Bei der Einsegnung vor der Leichenhalle sang der Männerchor die ‚Hymne an die Nacht‘ v. Beethoven.“

„Der Kirchenchor gestaltete den Trauergottesdienst, bei dem Herr Pfarer Loidl den Lebensweg und die Verdienste des Verstorbenen schilderte, mit dem Requiem von Caspat Ett, und Karl Ebner sang den Totenruf ‚Näher mein Gott zu dir‘. Am offenen Grabe nahmen Obmannstellvertreter des Inngaues, Ing. Alois Kinzl, der Erste Vorsitzende des Oberpfälzer Volksliedkreises, Otto Peisl, mit Ansprachen und eine große Sängerschar mit dem Chor ‚Stumm schläft der Sänger‘ Abschied von ihrem Sängerfreund.“

„Es war unserem fleißigen Obmann Mayr nicht mehr gegönnt, die Juiläumsfeier ‚20 Jahre Sängerfreundschaft Oberpälzer Volksliedkreis – Sängerrunde St. Marienkirchen‘ am 22. Oktober 1988 im Putzingersaal mit dem ORF mitzuerleben.“

 

Vierunddreißig Jahre in den Chronikbänden

Wann

Was der Bestand verzeichnet

1954

Karl Mayr wird Obmann, Jakob Bachmayer Ehrenobmann. „Obmann Karl Mayr brachte neuen Auftrieb in die Sängerrunde.“

1960

Die Fahne wird angekauft. Das erste Adventsingen im Dezember war eine der Anregungen des Obmannes.

24. September 1961

Beim Fest des Männergesangvereines Traunstein erhält er eine goldene Erinnerungsplakette.

1969

Der erste Sängerbesuch in Stamsried. Ein Oberpfälzer Blatt nennt ihn „Viehkaufmann in der Geschäftsstelle der oberösterreichischen Viehverwertung“.

14. Oktober 1977

Geburtstagsfeier für Obmann Mayr, Chorleiter Gangl und Fritz Endmayer – dieselben drei feiern 1981 wieder gemeinsam.

13. Jänner 1984

„Der nun schon 30 Jahre an der Spitze der Sängerrunde stehende Obmann Karl Mayr“, schreibt die Zeitung über die Jahreshauptversammlung.

9. September 1984

Die Sänger beschließen eine „erneuerte Innviertler Tracht“; geliefert wird sie mit Ende des Jahres.

21. August 1988

Sein Tod.

 

Der Nachfolger

Am 7. Oktober 1988 wählten die Sänger Josef Zarbl einstimmig zum neuen Obmann. Er war 1971 als einer von sechs jungen Burschen in den Verein gekommen.

Bei der Jubiläumsfeier am 22. Oktober lud Otto Peisl, so berichtet die Chamer Zeitung, für Mai 1989 nach Stamsried ein, „zur Segnung des Totenbrettes, das dort für den verstorbenen Obmann Karl Mayer an der Gedenkstätte errichtet wird“.