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Chronik 1989 - Zehn Jahre Gemeindepartnerschaft

Im September 1979 waren in St. Marienkirchen die Urkunden der Gemeindepartnerschaft Stamsried – St. Marienkirchen – Suben unterzeichnet worden. Zehn Jahre später ist die Sängerrunde dreimal dabei, wenn die Partnerschaft gefeiert und gepflegt wird – im Mai und im Juli in Stamsried, im November zu Hause.

 

28. Mai – das Totenbrett für Karl Mayr

„14 Sänger, die Kinder u. Schwiegerkinder des verstorbenen Obmannes Karl Mayr und einige Gemeinderäte mit Bürgermeister Pichler fuhren nach Stamsried, wo auf der Gedenkstätte der Sänger und Musikanten gelegentlich einer Maiandacht ein Totenbrett für Karl Mayr geweiht wurde. Unsere Sänger trugen mit den Chören ‚Maria breit den Mantel aus‘ und ‚Tota pulchra es Maria‘ zur Gestaltung der Maiandacht unter Chorleitung von Johann Wimmeder bei.“

Schon 1970 hatte die Sängerrunde in Stamsried bei einer Totenbrettweihe mitgewirkt – „über Einladung des 1. Vorstandes des OVK“. Neunzehn Jahre später gilt die Weihe ihrem eigenen Obmann.

Im Band klebt dazu eine eigene Seite mit zwei Schwarzweißfotos und der Zeile „28. 5. 1989 Totenbrettweihe und Maiandacht in Stamsried“. Oben stehen die Sänger in Hemd und Weste zu beiden Seiten des Brettes, daneben Gäste; unten singt der Chor in einem Saal.

 

Juli – die Partnerschaftsfeier in Stamsried

„Festgottesdienst zur Partnerschaftsfeier in Stamsried.“

Mehr schreibt der Chronist nicht, und sein Datum, der 2. Juli, steht gegen die Überschrift der Fotoseite: „9. 7. 89 Stamsried-Partnerschaftsfeier“. Die drei Farbfotos darunter zeigen einen Feldgottesdienst vor dem Schloß mit weiß-gelben Fahnen, eine Blaskapelle im Festzelt und Sänger in Westen, die auf den Bänken stehend klatschen. Über der Bühne im Zelt hängt das Spruchband:

„25 Jahre FC Stamsried · 10 Jahre Gemeindepartnerschaften · 5 Jahre Patenschaft Nsch Kp 110“

 

4. November – der Festabend

„Großer Festabend anläßlich des Jubiläums 10 Jahre Gemeindepartnerschaft Stamsried-Suben-St. Marienkirchen. Es wurde mit Erfolg versucht, mit mehreren Chören (Suben-Stamsried und St. Marienkirchen) gemeinsam zu singen.“

Und dann ein Satz des Bedauerns:

„Leider waren die St. Marienkirchner Gäste sehr spärlich!“

 

Was die Zeitung schrieb

Im Band klebt ein Bericht unter der Überschrift „Großer Fahnentausch beim Jubiläumsabend“:

„Anläßlich des 10jährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft Stamsried in der Oberpfalz (Bayern) – St. Marienkirchen – Suben fand am 4. 11. im Putzingersaal eine Festveranstaltung statt. Die freundschaftliche Verbindung wurde mit dem Austausch der Gemeindefahnen besiegelt.“

„Die kulturelle Beziehung zu den Stamsriedern begann durch Zufall bereits 1969. Damals nahm die Sängerrunde St. Marienkirchen in Stamsried an einem Volksmusikantentreffen teil, und so entwickelte sich eine Freundschaft zwischen Otto Peisl, Stamsried, und Friedrich Gangl, sowie der Musikkapelle Suben. Nach 10jähriger Probe kam es 1979 offiziell zu einer Dreier-Partnerschaft, als Trauzeuge fungierte Bezirkshauptmann Wirklicher Hofrat Dr. Kimberger, Landeshauptmann Ratzenböck übernahm den Ehrenschutz. Mehr als 80 Veranstaltungen wurden in dieser Zeit gemeinsam abgehalten.“

„Als Würdigung besonderer Verdienste für kulturelle Zusammenarbeit zeichnete Alois Kienzl, Obmann-Stellvertreter des Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundes, den Bürgermeister der Marktgemeinde Stamsried Wolfgang Spießl und den Vorsitzenden des Oberpfälzer Volksmusikkreises Otto Peisl mit einer Ehrenurkunde aus.“

Das Foto zum Bericht trägt die Unterschrift „Vertreter der Partnergemeinden Stamsried (Oberpfalz), St. Marienkirchen und Suben tauschen ihre Fahnen.“

 

1968 oder 1969

Der Bericht von 1989 läßt die Freundschaft 1969 beim Treffen in Stamsried beginnen. Der Zeitungsbericht, der zehn Jahre zuvor zur Verbrüderungsfeier erschien, setzt den Anfang ein Jahr früher: beim Heimatabend der Sängerrunde für den Verein der Oberösterreicher in Wien 1968, zu dem Chorleiter Gangl eine Singgruppe aus der Oberpfalz suchte und Otto Peisl fand. Beide Angaben stehen so da.

 

Die Sängerrunde und Stamsried 1989

Wann

Was der Band verzeichnet

28. Mai 1989

Weihe des Totenbrettes für Obmann Karl Mayr an der Gedenkstätte der Sänger und Musikanten; Maiandacht unter Johann Wimmeder.

2. oder 9. Juli 1989

Festgottesdienst zur Partnerschaftsfeier in Stamsried.

4. November 1989

Festabend im Putzingersaal in St. Marienkirchen, Tausch der Gemeindefahnen, gemeinsames Singen der Chöre.

Wie die Partnerschaft entstand, steht auf der Seite zum Jahr 1979.